Trauung



Bei der Trauung wird die Gemeinschaft der Eheleute unter Gottes Wort und Segen gestellt. Die Liebe zwischen zwei Menschen ist ein Geschenk Gottes, der die Menschen geschaffen hat. Dieser Gedanke bestimmt das evangelische Verständnis der Trauung. In der Trauung empfängt das Paar den Segen Gottes: Gott möge das Paar in seiner Ehe begleiten. Denn es ist alles andere als selbstverständlich, dass zwei Menschen mit ihren je eigenen Träumen und Wünschen, Lebensplänen und -geschichten, Fähigkeiten und blinden Flecken eine feste und lebenslange Beziehung eingehen wollen und können.

Die evangelische Trauung ist ein Gottesdienst anlässlich der Eheschließung mit Gebet, Liedern, Worten aus der Bibel, Predigt und dem Segen.

Wegen des Termins für die kirchliche Trauung, der nach der standesamtlichen Eheschließung liegen muss, sollte man sich frühzeitig mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer in Verbindung setzen. Zuständig für die kirchliche Trauung ist das Pfarramt, in dessen Bezirk die Braut / der Bräutigam oder deren Eltern wohnen oder in dessen Bereich die Eheleute nach der Hochzeit ziehen möchten.

Voraussetzung für die kirchliche Trauung ist, dass die Ehefrau oder der Ehemann Mitglied der evangelischen Kirche ist. Geschiedene können selbstverständlich eine kirchliche Trauung feiern, wenn sie eine neue Ehe schließen.

Abgesehen von der Gebühr für den Organisten oder die Organsitin von 50.- Euro ist die kirchliche Trauung für Mitglieder unserer Neuberger Kirchengemeinde kostenfrei. Weitere Kosten können jedoch anfallen, wenn der Gottesdienst auf eine besondere Weise gestaltet wird (z. B. besonderer Blumenschmuck, besondere Musik). 4 Bei Trauungen von Auswärtigen erheben wir eine Gebühr von 200.- Euro (inkl. Gebühr für Organist /-in) für den Mehraufwand in unserer Gemeinde.

Trausprüche

Die Eheleute wählen sich ihren Trauspruch selbst aus. Der Trauspruch ist eine "biblische Überschrift" über dem gemeinsamen Leben. Er dient zur gegenseitigen Ermutigung auf dem Weg.

Traugespräch

Vor der kirchlichen Trauung steht das Traugespräch. Für dieses Gespräch mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer gibt es kaum feste Regeln. Fest steht nur, dass es nicht um das Abfragen von Religionswissen geht. Das Traugespräch dreht sich um die Gestaltung des Gottesdienstes und um das Paar selber.

Trauzeugen

Trauzeugen haben bei der Hochzeit eine lange Tradition. Sie bestätigen die Hochzeit durch ihre Unterschrift. Bei einer evangelischen Trauung sind Trauzeugen nicht zwingend vorgeschrieben, aber das Brautpaar kann in Absprache mit der Pfarrerin oder dem Pfarrer Trauzeugen benennen.


Musik- und Liedvorschläge

Häufig hat das Brautpaar schon eine feste Vorstellung davon, welche Musik es zu seiner Hochzeit hören möchte. Denn auch die Musik ist eine Möglichkeit, den Traugottesdienst persönlicher zu gestalten.

"Klassiker" aus dem Evangelischen Gesangbuch sind: Bewahre uns Gott (EG 171)
Lobe den Herren (EG 316/317)
Großer Gott, wir loben dich (EG 331)
Vertraut den neuen Wegen (EG 395)
Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer (EG 610)
Ins Wasser fällt ein Stein (EG 621)


Doch auch Lieder, die nicht im Gesangbuch stehen, können im Traugottesdienst gespielt werden.

Konfessionsfragen

Will ein Brautpaar sich evangelisch trauen lassen, muss einer der Brautleute evangelisch sein. Ob und welcher Religion der andere angehört, spielt dann keine große Rolle mehr. So kann der nicht-evangelische Partner konfessionslos oder auch nicht-christlicher Religion sein. Voraussetzung für die evangelische Trauung ist allerdings, dass er oder sie bereit ist, das christliche Verständnis der Ehe zu achten.


Fürbitten

Pfarrerinnen und Pfarrer haben Vorschläge für die Fürbitten zur Hochzeit. Doch gerade bei Hochzeiten möchten oft sowohl das Brautpaar als auch Verwandte und Freunde den Gottesdienst aktiv mitgestalten. Die meisten Pfarrerinnen und Pfarrer freuen sich darüber.

Ansprechpartner:
Pfarrer Daniel Geiss

Hohensteinstr.7
63543 Neuberg
Tel: 06183-2248

E-Mail: pfarramt.neuberg@ekkw.de

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